Montag, 27. Mai 2013

Der Große Ausflug

Ich bin ja nicht ganz ein Braver. Eigentlich sagt man mir andauernd, dass ich den Hund schonen soll, damit er später auch gesund ist. Aber ich kann nicht anders als immer mit ihm raus und die Gegend entdecken. Natürlich klingt das jetzt auch etwas übertrieben. Er wird selbstverständlich nicht überansprucht, aber ich laufe mit ihm schon gern ein paar Runden am Tag und gehe mit ihm auf kleine Ausflüge ins Grüne.

Letztens waren meine Mutter, meine Oma und ich auf der Donauinsel in der großen Hundezone. Mein Sam war ganz aus dem Häuschen. Bei jedem Hund ist er hingegangen Hallo sagen und gelaufen ist er wie ein Windhund. 2 Große Labis haben miteinander gespielt und sind ins Wasser gelaufen. Mein Sam ist dem Wasser gegenüber noch skeptisch, aber als die beiden rein sind ist er hinterher und hat erst ab Bauchhöhe gemerkt wo er ist. Dann gings aber schnurstracks wieder heraus. Danach hat er noch einen Bernhardiner kennen gelernt, der so groß war, dass sich der Kleine zum Schnuppern auf die Hinterbeine des braunen Riesen stemmen musste um ganz rauf zu kommen.
 
Danach war er richtig müde. da hat ihn nichtmal seine kleine Schwester aufwecken können. Sie hat sich danach einfach dazu gekuschelt und auch ein wenig geschlafen. Die Beiden verstehen sich immer besser. Zwar spielen sie noch sehr grob miteinander und der Sam ist ein wenig territorial, aber wenn man ihnen sagt, dass sie aufhören sollen tun sie brav, was man sagt und benehmen sich für ein paar Sekunden bevor es weiter geht. :)

Mittwoch, 22. Mai 2013

Update vor dem Tierarzt

Na holla, die letzten Tage waren der Tumult, den man immer in den Geschichtsbüchern sucht. Der Kleine hat herausgefunden, dass er Regale hochklettern kann. Meine Nerven liegen wirklich blank. Ich bin fertig mit der  Welt und will nur noch Ruhe und Frieden!!!
aber dann sehe ich ihn, wie er da liegt, wie er spielt, wie er hechelt und wie er sich freut, wenn ich nach einem Tag in der Arbeit wieder komme und ich weiß, dass sich das alles auszahlt.
Heute habe ich mal alleine auf die Beiden aufgepasst. Meine Schwester war in der Arbeit. Bis Mittag war die kleine Jane bei einer Freundin meiner Schwester, also war der Vormittag ganz angenehm. Als ich die Kleine dann aus der Arbeit geholt hab, wo sie zwischendurch vorbeigeschaut hat, gings los. Ich hatte 2 Hunde an der Leine und noch ein Sackerl mit Janes Lieblingsdecke und Kauknochen. die zwei Hunde wären ja gegangen, wenn ich beide Hände gehabt hätte, aber das Sackerl hat es mir wirklich schwer gemacht die Beiden nach Hause zu bekommen ohne nachher einen Seemannknoten aus der Leine zu holen. Jetzt denkt sich jeder: wow, du hast ein Sackerl transportiert, toll!
Den Sarkasmus kann man sich aber sparen, denn das Sackerl war nicht das Problem. Der Mangel an Eingriffsmöglichkeiten auf Grund der vergebenen Hand wars.
Die beiden haben am Heimweg natürlich gespielt und herumgerangelt. Ich hab für die 400 Meter von meiner Schwester nach Hause satte 45 Minuten gebraucht und war nur erledigt... Gott sei dank waren die Beiden danach wenigstens so müde, dass ich eine Stunde in Ruhe das Mittagessen zubereiten und ein bisschen lesen konnte.

Jetzt ist meine Schwester aus der Arbeit zurück und hat die Jane wieder bei sich. Sam schläft (Überraschung!) unter meinem Sessel und morgen geht es zum Tierarzt für Sams Impfungen undeiner kleinen Entwurmung :). Morgen also ein großer Tag und wenn der Kleine Sam beim Arzt tapfer mitmacht gibts zur Belohnung das Oberleckerli schlechthin.


Donnerstag, 16. Mai 2013

Die Wohlfühl Phase

Die Einfühlphase scheint bei meinem Sam nun wohl endgültig beendet zu sein. Er hat schon seine Wege gefunden, wie er mich und meine Familie so manipulieren kann, dass wir machen, was er will. Sobald ich ihn an der Leine habe lässt er sich nur noch tragen. Nicht einmal zu seinem Platzerl geht er alleine. stellt sich so quer, dass ich ihn m Boden entlangschleifen, mit Leckerlies locken, oder tragen muss.
Wenn er Hunger hat Jault er wie wild und bellt sogar schon. Ergo stell ich mich auch quer. wenn gebellt wird wartet er länger aufs essen, wenn er nicht gehen will geht es wieder hinauf. Man muss wirklich zu jeder Sekunde ein Auge auf ihn haben, sonst fehlt ein Schuh, ein nasser Fleck auf einem Teppich taucht auf, oder er klaut ein Spielzeug von der Jane.

Neulich hab ich es mit ihm auf dieser bockigen Tour echt noch bis zur nächsten Post geschafft und er hat sich, als wir einmal im Gebäude drinnen waren auch fein benommen. In der Schlange zum Schalter fiel mir jedoch auf, dass immer mehr Leute einfach hinausgingen, bis ich selbst gerochen hat, dass mein Hund einen derartig toten Furz rausgelassen hat, dass die Farbe von den Wänden bröckelte.

Mein Kleiner wächst ganz schön heran. Seitdem ich ihn bekommen habe hat er schon einen Großteil seiner Welpenwolle gegen echtes Fell getauscht. Auch ist er mindestens 10 cm größer als noch vor 2 Wochen. Er ist an sich sehr brav und schläft wie ein Engel in einer für mich äußerst unbequemen Form. Zumindest könnte ich nicht so schlafen, wie er das immer tut.

Ich bin schon so heil froh, wenn ich endlich in der Welpenschule mit ihm bin. So viele Fragen, so viel zu lernen. Ich muss wirklich einen anderen Gang einlegen, denn das eine mal hat er keine Ahnung, was ich von ihm will, das andere mal versteht er nur das Falsche. Ich muss einen Zugang zu dem Kleinen finden.






Sonntag, 12. Mai 2013

Ankunft der kleinen Schwester...

So! Mein Kleiner ist gerade dabei die abschließenden Schritte zur Hälfte des Weges für seine Stubenreinheit zu erreichen und genau jetzt kommt ein 2ter Hund ins Haus. :)

Weil die Idee mit dem Hund nicht nur meine war und meine Schwester Victoria auch einen Labrador will, hat sie sich jetzt kurzerhand von mir mitreißen lassen ins Hundefieber und sich eine wirklich süße, graue Labrador Hündin geholt.Ihr Name ist "Jane" Sie ist sogar etwas ganz besonderes, denn ein Teil der Urgroßeltern, oder so ähnlich war ein Weimaraner. Daher hat sie ein graues Fell, eisblaue Augen und ist der haarigste Zwerg, der mir je unter die Augen gekommen ist.

Die beiden Rabaucken verstehen sich noch nicht so ganz. Sie kuscheln zwar ab und zu und spielen auch ganz lieb miteinander, aber manchmal knurrt einer von den Beiden ganz schön böse den Anderen an. Passiert ist noch nichts und die Gefahr dafür ist sehr gering, doch bin ich immer etwas achtsamer, wenn die Beiden zusammen im selben Raum sind.

In Der Öffentlichkeit sind die beiden der Hingucker schlecht hin und man kommt oft ins Gespräch mit Leuten, was sehr angenehm ist.

Bei meinem Samweis geht nächste Woche die Welpenschule los! Ich bin schon ganz gespannt und lernbegierig. Ich gehe mit ihm in den Welpenkurs von Lucky Dogs im 22. Bezirk. Die Trainer machen einfach einen sehr kompetenten Eindruck und die Preise sind mehr als fair. Ausserdem ist es von der Zeit her optimal, denn mein Sam konnte sich bereits an mich gewöhnen und er ist schon sehr aufmerksam, wenn ich ihm etwas sage.


Mittwoch, 8. Mai 2013

Ende 1. Woche


Samweis erste Woche bei mir. Er ist so lernfähig. Ich staune wirklich sehr über ihn. Er macht (mit vorgehaltenem Leckerli) perfekt "Sitz", kommt auf das Wort "Hier" und reagiert neugierig auf seinen Namen, wenn man ihn interessant genug betont.
Die meiste Zeit schläft er. Pinkeln tut er noch sehr oft in der Wohnung, aber ich hab ihn gut im Auge. Die Unfälle werden immer unberechenbarer, da er mir kein erkennbares Signal gibt, dass er muss. Er steht einfach da und bis ich das Lackerl sehe ist er meist schon fertig. Da hilft kein Abschrecken oder Strafen. Ich versuch es allerdings so zu richten, dass ich ihm einen Trichter voll mit Leckerlies reinschaufle, wenn er draußen macht, aber das scheint ihn meist nicht zu beeindrucken. Er will draußen nur schlafen.
Nachdem ich ihn eine halbe Stunde hab liegen lassen, in der Hoffnung, dass der Druck wieder kommt, gehe ich meist noch eine kleine Partie hin und her um es so anzuregen und dann kommt nichts. 2 Minuten später in der Wohnung: Neusiedlersee!!!
Ich muss mir wohl eine klein wenig andere Strategie zulegen und schneller reagieren.

Es ist nicht sehr leicht, meine Nerven sind angekratzt, allerdings glaube ich fest, dass dieser Weg noch zum Erfolg führt und hoffe, dass mein Sam so auch zuverlässig stubenrein wird.

Den meisten Spaß hat er hier in meinem Zimmer. Ich habe viel Spielzeug für ihn und er spielt auch sehr gerne damit. Damit er sich an ungewöhnliche Untergründe gewöhnen kann hab ich einen Sandsack im Zimmer. Als ich einmal mit ihm spielen wollte und er auf dem Sandsack gesessen ist, wollte ich ihm einen kleinen Schubs geben, ließ mich auf den Sack fallen und wurde von einer nassen Überraschung beregnet, die mir mein Sam beschert hat. Das war wohl die wichtigste Dusche in meinem bisherigen Leben und an dem Tag nicht die einzige.

Sonntag, 5. Mai 2013

Tag 3

Heute war der Kleine Samweis richtig brav! Er hat genau alle 3 Stunden in der Nacht gehen müssen. Also bin ich endlich wieder zu meinem regulierten Schlaf gekommen, und als ich mich um 6 Uhr nochmal hinlegen wollte hat Sam das Gleiche getan. ausserhalb seiner Box! Ohne Unfall!

Ich dachte mir, da heute Sonntag ist und er so brav geschlafen hat fahr ich mit ihm auf einen Ausflug ins Grüne. Ich bin also mit meiner Mutter zum Himmel am Cobenzl hinauf gefahren, wir haben ihn hinter den Baumkreis getragen wo er im niedrigen Gras an der Leine rumlaufen konnte. Wir haben auch eine Decke mitgenommen, damit er sich ausruhen kann. Die hat er auch in Anspruch genommen und eine Stunde lang geschnarcht wie eine ausgewachsene Bulldogge.

Danach haben wir ihn ein bisschen toben lassen, damit er Hunger bekommt und wir mit ihm ein paar Kommandos üben konnten. Er ist schon sehr aufmerksam, geht ganz entspannt an der Leine und macht bedingungslos "Sitz" auf Fingerzeig. Wenn man sich ganz zum Affen macht, dann kommt er auch sehr gerne auf einen zugelaufen. Sobald er dann nicht mehr abgelenkt werden kann, sage ich "Hier" und geb ihm ein Leckerli noch bevor er irgendwas anderes macht. Er versucht aber auch schon mit mir zu tricksen. Alle 10 Meter ist er hocken geblieben und hat auf das Kommando gewartet, damit er sein Leckerli bekommt. Mir hat das Herz in der Seele weh getan, dass ich ihm keines gegeben habe, allerdings lernt er so gleich, dass ich nicht so leicht auszutricksen bin.

Jetzt sitz ich in unserem Sandsack mit seinem Kopf in meinem Schoß und wir schauen  meinen Lieblingsfilm "Der Herr der Ringe - Die Gefährten". Samweis sagt gute Nacht.

Samstag, 4. Mai 2013

Erster Tag

Ich wollte schon immer einen Hund. Als ich klein war schon. Es war einfach so faszinierend mit einem Tier zusammen zu leben, das einem Menschen den Eindruck verleiht, dass es ihn versteht.

jetzt, da ich etwas älter und erwachsener bin als damals, hat sich an dem Wunsch eines Hundes nichts geändert. Ich hab Bücher gelesen und Videos angeschaut. Weit über den Durchschnitt des Interessierten hinaus. Ich habe zur selben Zeit auch einen passenden Wurf entdeckt.

10 Foxred Labrador Retriever aus Moosbach in Oberösterreich. Ich habe so früh ich konnte eine Anfrage gestellt und wurde dann auf einen Besuch eingeladen.
Dort angekommen haben wir gleich gesehen, dass wir nicht die Einzigen waren, die einen dieser roten Knödel haben wollten. Wir wurden sehr nett begrüßt von 10 kleinen, kupferroten Welpen und deren Mutter. Sie waren alle wohlauf, die Umstände in ihrer Umgebung waren mehr als gut und die Züchterin/Verkäuferin war über alles bestens informiert und hat sich für jede Frage ausreichend Zeit genommen. Also hab ich mich für einen der 4 Rüden entschieden.
Es war nur einer richtig für mich. Alle anderen, die ich auf den Schoss nehmen wollte haben geknabbert, sind herumgehüpft, oder haben gar den Schwanz eingezogen und wollten sofort wieder runter. Mein Sam nicht. Er ist eingeschlafen in der Sekunde als ich seinen Kopf festgehalten habe.

Einen Monat später fuhren wir nochmal hin. Ausgerüstet mit seinem Brustgeschirr, Leine und Sicherung für die Autoreise ging es in einer rasanten Autofahrt nach Wien. Zu erst war der Kleine ganz nervös, aber auch jetzt ist er noch die Schlafmütze, die er schon beim ersten Treffen war. Bis Wien hat er durchgeschlafen.

Unser erster Tag war ein gewaltiges Stück Arbeit. Ich habe ihn an seinen Platz gegeben, an dem er sich lösen darf und er hat sich hingelegt und geschlafen. Ich bin dann nach einiger Zeit mit ihm auf meinen Füßen da gestanden und hab gehofft da kommt noch irgendwas. Aber nein. Also gingen wir hinauf ihm sein neues Revier zeigen.
Keine 5 Minuten später kommt er drauf, dass er doch muss, nur haben wir es leider nicht mehr bis zur Tür geschafft.
Offenbar gibt es bei unsrem Kleinen roten Teufelchen eine kleine Verwechslung, denn immer wenn wir unten sind schläft er. Häufchen macht er nur heroben. Ich muss allein beim Gedanken an das Bild schmunzeln.

Er ist ein ganz süßer, frecher Rotschopf. Wir haben ihn in unserer Familie sofort ins Herz geschlossen und es wird ihm sicher gut gehen bei uns.

Tag 2:
Der Kleine hat mich wach gehalten. Zwar war es fürchterlich anstrengend und ich wär lieber liegen geblieben, aber als ich mit ihm gegangen bin wurde ich dafür auch wirklich belohnt. Er hat das erste mal draußen gemacht!!!
Nie hätte ich mir gedacht, dass etwas so kleines, so große Effekte haben kann. Jetzt gehts nach jedem kleinen Schnupperer nach unten.
Ansonsten ist er der bravste und knuffigste kleine Wollkneul der mich je so lange wachgehalten hat.