Die letzten Tage habe ich wieder auf beide Hunde aufgepasst. Meine Schwester ist viel in der Arbeit und ich bin momentan der Einzige, der genug Zeit zu Hause verbringt um auf die Kleinen zu achten. Meistens sind sie ganz ruhig und brav und ich kann nebenbei gut für meine Prüfungen lernen, jedoch ist es wirklich eine Tortur, wenn sie mal in Fahrt kommen und spielen wollen. Wir haben das Regime zu Hause jetzt etwas straffer gezogen, so ist den beiden jetzt untersagt zu Hause zu spielen. Die Wohnung ist eine komplette Ruhezone und es ist sehr schade, dass wir nicht eher daran gearbeitet haben. Natürlich bekommen die Beiden in dem Zusammenhang auch mehr Möglichkeiten draußen gemeinsam zu spielen und es ist bemerkenswert, dass es dort auch weniger aggressiv zugeht.
Mein Sam wird immer braver und hört schon hervorragend auf die Grundkommandos. Auch Jane macht sich hervorragend. Für sie geht es am 12.6. auch endlich in die Welpenschule im Donaupark. Dann verbringt sie mal wertvolle Zeit mit ihrem Frauchen beim üben und lernt andere Welpen kennen. Ich bin mir sicher, dass die Kleine den Kurs meistern wird, da sie ja auch zu Hause den Willen zeigt, gehorsam zu sein. Die kleine Äffin hat sich jedoch zur Meisterkletterin erklärt. So findet mein Vater sie immer öfter auf dem Küchentisch und auf den Sesseln. Oben angekommen schnappt sie sich die erste Zeitung und macht eine Konfetti-Party. So ärgerlich das auch ist, wenn ich nicht zu meinem Kreuzworträtsel komme, schaut sie doch immer recht süß aus so unter den ganzen Papierfetzen und mit dem Sportteil im Maul. Meine Schwester war weniger erfreut, als sie herausfand, dass Jane an einem Artikel über Rapid Wien herumkaute.
Beim gestrigen Spaziergang ist mir das Schlimmste passiert, seitdem wir die Hunde haben. Ich wollte mit der kleinen Jane eine Runde drehen und nach ca. 30 Minuten auf 4 Metern war ich richtig angepisst. Vor allem auf mich und auf Janes eigentlich normalen Mangel an Verständnis für meine Zirkusaufführung um sie weiter zu bekommen. Weder Leckerli, noch hinterer Anschieber, noch anderer Hund, Spielzeug oder Passant konnten sie von der Stelle bewegen. Ich bin einige Zeit um sie herumgegangen, mit ihr da gestanden und Nichts ist passiert. Aus meinem Ärger habe ich mich von ihr weggedreht um einen Lufttritt zu vollziehen damit ich meinen Dampf ablassen konnte.
Und ob man es glaubt oder nicht, da war die Kleine auf einmal genau vor mir. Kein Mucks kam aus ihrer Richtung bevor ich sie erwischte. Knallhart auf den Kopf. Sie hat so laut gejault, dass es mir eine Narbe ins Trommelfell riss und als mir klar wurde, was passiert ist eine noch viel größere in mein Gewissen. Ich hätte losheulen können vor Enttäuschung.
Gott sei Dank ist ihr nichts Gröberes passiert. Sie ist natürlich jetzt etwas ängstlich mir gegenüber und ich kann es ihr nicht verübeln. jedoch scheint einen Tag danach sonst alles vergessen zu sein bei ihr. Sie lässt sich wieder streicheln von mir und kommt zögerlich auf meine Rufe. Sie zeigt keine Anzeichen einer Verletzung oder sonstigen Beeinträchtigung durch den Zusammenstoß. Daher fühle ich mich etwas erleichtert, denn es war kein leichter Stoß, den ich ihr da verpasst habe...
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