Donnerstag, 27. Juni 2013

Erste Lektionen vor der jagdlichen Ausbildung

Der Kleine macht sich prächtig. Mittlerweile ist er ein wirklich entspannter, gut gelaunter kleiner Hund. Als ich ihn bekommen hab war er mehr so was wie eine bissige Kartoffel. Ich konnte mit ihm nicht all zu viel machen und er hat an allem rumgeknabbert. Jetzt hört er schon sehr gut auf mich, wir sind viel unterwegs und ich bin definitiv zu seinem Herrchen geworden.

Da er mit seinem ersten Welpenkurs schon fertig sein wird nächsten Samstag, dachte ich darüber nach, was ich mit meinem Sam wohl die ganzen Jahre seines Lebens machen werde. Er braucht eine Beschäftigung, ist ja keine Handtasche mein Hund. Optimaler Weise sollte es was sein, dass ich mit ihm machen kann. Eine Fähigkeit, die er schon beherrscht. Etwas, das gefördert und kanalisiert werden kann und nicht antrainiert werden muss. Daher werde ich ihn zum Jagdhund ausbilden lassen. Zwar sind Labrador Retriever keine sehr geeigneten Stöberer oder Vorstehhunde wie etwa ein Münsterländer, Bracken oder Pointer, allerdings sind sie wie der Name schon sagt der optimale Hund für das Apportieren nach dem Schuss und auch als Fährten- und Schweißhunde geeignet.

Also habe ich mich umgehört. Meine Bedingungen für die Ausbildung sind, dass ausschließlich positive Bestärkung zur Anwendung kommt bei der Erziehung. Weder Negative Abschreckung, noch Teleschocker oder andere negative Korrekturmaßnahmen sollen dabei miteinbezogen werden. Ich habe mich auf der PetExpo in der Wiener Stadthalle umgehört und eine Telefonnummer bekommen, habe dort angerufen und erstmal Fragen gestellt bis ich sicher war, dass es nichts mehr zu fragen gab. Nach einigen gut verlaufenen Telefonaten habe ich mir noch begleitend einiges an Literatur herausgesucht und einen Termin mit dem Trainer ausgemacht.

Als wir dann zum Trainingsort sind waren wir alle begeistert. Nicht nur war mein Sam glücklich, entspannt und voll Tatendrang, nein, sondern auch mir hat der Trainer wirklich gut gefallen und hat gleich einen sehr guten Zugang zu uns gefunden. Mir wurden Methoden gezeigt zur Verbesserung meines Verhaltens gegenüber dem Hund, es wurden viele interessante Tipps zu Hundeernährung und Körperpflege gegeben und vor allem hat es mir die Überzeugung gegeben, dass ich mit dem Hund viele glückliche Momente
haben werde auf diesem Weg.

Wir waren zu drei Hunden in der Kennenlernstunde. Ein 10 Wochen alter Labrador in schwarz Namens Bully, der später von seinem Frauchen als Kinder- und Therapiehund eingesetzt werden will. Weiters war meine Schwester dabei, die diese Ausbildung vor allem zum Anti-Jagd Training nutzen möchte und natürlich ich mit meinem kleinen Schnüffler, der mit mir in den Wald mitkommen wird.

Alles in Allem ein großartiger Tag. Wir haben uns nach der Stunde mit dem Trainer noch lange unterhalten und viel erfahren. Wir werden definitiv ausnutzen, was uns dort geboten werden kann und das Beste daraus machen.

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